Mehrwert einer Verlagerung des Verkehrs auf die Schiene

Wie schon in den letzten Monaten zu sehen war scheint die österreichische Regierung im Interesse der Umwelt zu versuchen möglichst viel Verkehr auf die Straße zu bekommen. Das aktuellste Projekt dazu ist die Verlängerung der Breitspurbahn von der slowakischen Grenze bei Kittsee in den Raum von Wien zu einem Umschlagbahnhof. Hier ging die Initiative von der ÖBB Infrastruktur aus.

Die „Strategische Umweltprüfung“ soll laut Bmvit eine offene und konstruktive Diskusion ermöglichen. Hier kam vor kurzem ein Beitrag aus Niederösterreich, den das Ministerium mit Interesse zur Kenntnis genommen hat. Diese kam zwar von einer offiziellen Stelle, war aber anscheinend keine offizielle Stellungnahme. Diese fehlt anscheindend laut Ministerium noch. Der Infrastrukturminister verspricht das das Ministerium vollstes Verständnis für die Sorgen der Bevölkerung hat. Ob diese allerdings auch berücksichtigt werden oder nur versucht wird diese durch Aufklärung zu zerstreuen wie dies häufig passiert, bleibt abzuwarten.

In der Slowakei hat bereits eine Umweltverträglichkeitsprüfung stattgefunden. Damit gibt es dann eine einheitliche Bahninfrastruktur von Ostasien bis an die Grenze Österreichs. Dadurch kommt auf Österreich ein erhöhtes Güterverkehrsaufkommen zu, welches entweder durch eine Verlängerung der Bahnstrecke österreichseits von der slowakischen Grenze, oder mit Lkws abgedeckt werden müsste. Da in Österreich ein großes Interesse an einer Reduzierung des CO2 ausstosses besteht, wäre es laut Ministerium ein schwerwiegendes Versäumnis wenn man diese leistungsfähige Güterbahnstrecke nicht bauen würde.

Laut Ministerium bedeutet ein Endpunkt Wien das 70 % der Güter der neuen Seidenstrasse auf der Bahn transportiert werden könnten, ohne Güterbahnstrecke werden 70 % auf der Straße transportiert.

Ein positiver Bescheid der derzeit noch laufenden Umweltprüfung, wo noch bis zum 12. November Stellungnahmen abgegeben werden können bedeutet noch nicht, das eine Baugenehmigung erteilt wird. Sie bedeutet nur, das mit der Planung weitergemacht werden kann. Nach dem 12. November werden alle Beiträge ausgewertet und analysiert.

Quelle: Bmvit
Bildquelle: Pixabay.com – CC0 Public Domain
Geschrieben von Gerald 47
Veröffentlichung durch: Transport Graz
Graz 2019

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